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Blackout

Blackout

Wenn es dunkel wird: Blackout

Oft wird der Begriff Blackout fälschlicherweise für Stromausfälle genutzt. Auf einen Blackout sollte man jedoch vorbereitet sein. Interview mit BR Peter Lichtenöcker, Beauftragter für Zivil- und Katastrophenschutz in Mödling und Feuerwehrkommandant (a.D.).

Anm.: Nach 12-jähriger Tätigkeit legte Peter Lichtenöcker das Amt des Mödlinger Feuerwehrkommandanten im März 2023 zurück.

MöGen: Was versteht man unter Blackout?
Lichtenöcker: Blackout ist ein längerfristiger, sehr großflächiger Stromausfall. Das heißt nicht nur ein paar Stunden oder einen Tag und auf ein kleines Gebiet begrenzt, sondern ein Stromausfall in ganz Österreich oder ganz Europa.

 

MöGen: Welche Auswirkungen hat ein Blackout?
Lichtenöcker: Wenn der Strom ausfällt, funktionieren nach kurzer Zeit keine Handyverbindungen mehr, in vielen Gebieten wird in den Haushalten kein Wasser fließen, Geschäfte bleiben geschlossen und viele öffentliche Verkehrsmittel verkehren nicht mehr. Es ist ein Worst-Case-Szenario, das passieren kann, aber nicht muss. Man sollte aber soweit es geht vorbereitet sein.

 

MöGen: Wie kann man sich auf einen Blackout vorbereiten?
Lichtenöcker: Man sollte immer funktionierende Taschenlampen und ein Radio griffbereit haben, am besten mit Kurbel und eventuell einen kleinen Tischgasgriller. Weiters Essen und Trinken für mindestens zwei Wochen und etwas Bargeld. Nicht zu vergessen, Medikamente und Futter für Haustiere. Aber das ist je nach Lebenssituation unterschiedlich. In einer Wohnung in der Stadt benötige ich andere Dinge als am Land, wo ich beim Bauern nebenan Lebensmittel bekomme und vielleicht einen Wasserbrunnen habe.

 

MöGen: Wo bekomme ich Informationen?
Lichtenöcker: Es ist ganz wichtig, sich in seiner jeweiligen Gemeinde zu informieren, wo man im Notfall Hilfe bekommt. In jeder Gemeinde gibt es einen Notfallplan, das heißt, wird das Wasser im Notfall funktionieren, wo gehe ich hin, wenn ich Hilfe benötige, gibt es Lebensmittelausgabestellen und vieles mehr. Die Öffentlichkeit
wird im Ernstfall über den Radio-
sender Ö3 informiert.

 

MöGen: Was ist noch, vor allem aus Sicht des Feuerwehrkommandanten, besonders wichtig?
Lichtenöcker: Wenn jemand ein Notstromaggregat hat, den Stromanschluss von einem Elektriker überprüfen lassen und sich bei Fragen an die Feuerwehr wenden. Bitte das Notstromaggregat nie im Innenbereich ausprobieren und keinen Treibstoff in
Innenräumen lagern.

Mehr Informationen finden Sie online beim Zivilschutzverband NÖ:

www.noezsv.at
(unter Zivilschutzthemen A–Z)

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