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Ausmisten und Freiräume schaffen

Ausmisten und Freiräume schaffen

Ausmisten und Freiräume schaffen

Ausmisten und Entrümpeln ist nicht Arbeit, sondern das Schaffen von Freiräumen.

Der Mensch als Sammler – ein wenig dürfte es noch in den Genen liegen, das Sammeln. Früher musste man zum Beispiel Vorräte anlegen, um über den Winter zu kommen. Heutzutage sammeln sich nicht benötigte Dinge in Kästen, Kommoden, Regalen oder dunklen Ecken. Die wenigsten genießen es, wenn Wohnräume oder Keller überquellen. Jetzt, im Frühling oder Frühsommer ist die Motivation besonders hoch, einen Frühjahrsputz mit dem Entrümpeln und Ausmisten zu verbinden. Also, los geht’s!


Was soll weg und was bleibt?

Zuerst gilt es, in Ruhe zu überlegen: Wo soll etwas weg? Was will ich umgestalten? Wo will ich mehr freien Raum? Bei jedem Teil, das man dann in die Hand nimmt, gilt es die Fragen zu beantworten: „Macht es mir Freude oder ärgert es mich, wann habe ich es gebraucht und würde es mir fehlen, wenn es nicht mehr da ist?“
Das klingt einfach, ist es aber oftmals nicht. Kisten helfen hier, um nicht zu viel Zeit mit Grübeln zu verlieren.


Kisten, die helfen

Kiste Nummer 1 ist für Müll.
Hier kommen die Dinge hinein, bei denen man sicher ist, dass sie weg sollen und die auch nicht verschenkt oder verkauft werden können.

Kiste Nummer 2 – Verschenken oder verkaufen?
Hier kommen Gegenstände oder Kleidung hinein, die verschenkt, am Flohmarkt oder im Internet verkauft werden können oder auch im Altkleidercontainer verschwinden dürfen.

Kiste Nummer 3 ist die sogenannte Fragezeichenkiste.
Hier landen erstmal Sachen, die noch in Ordnung sind, aber es noch nicht klar ist, ob sie bleiben oder weiterziehen dürfen.

Kiste Nummer 4 – Behalten.
Sie ist für die Sachen vorgesehen, die ihren bisherigen Platz oder einen neu geschaffenen bekommen. Das heißt, das bleibt, das braucht, verwendet und mag man.

Kiste Nummer 5 ist die „Herzenskiste“.
Diese Kiste sollte mehr als eine einfache Kiste sein, es ist die „Herzenskiste“. Denn es ist die ganz persönliche Aufbewahrung. Hier kommt hinein, was einem am Herzen liegt. Briefe, Fotos, der erste Teddybär oder sonstige Andenken werden hier hineingelegt. Die „Herzenskiste“ soll einen fixen Platz bekommen, gut geschützt und schnell zu finden.


Vom Boden nach oben

Stehen die Kisten bereit, starten Sie im Vorzimmer und dann weiter von Zimmer zu Zimmer. Systematisches Vorgehen hilft, den Überblick beim Ausmisten zu bewahren.

Folgendes hat sich bewährt:
• Beginnen Sie von außen nach innen und von unten nach oben, zuerst der Fußboden und dann die Schränke, Regale oder Kommoden.

• Misten Sie in einer bestimmten Richtung im Zimmer aus – im oder gegen den Uhrzeigersinn.

Wichtig ist, bei jedem Gegenstand, den Sie in die Hand nehmen, sich ein paar Fragen zu stellen. Je nach Antwort landet er in der entsprechend vorbereiteten Kiste.

• Habe ich es letztes Jahr gebraucht?

• Bereichert oder erleichtert es mein Leben?

• Will ich dem Gegenstand einen Platz geben?

• Brauche ich es wirklich?

• Kann ich es verkaufen oder verschenken, bin ich mir unsicher oder werfe ich es weg?


Der Innere Schweinehund

Theoretisch klingt alles einfach. Aber praktisch steht einem manchmal der berühmt-berüchtigte innere Schweinehund im Weg. Morgen, übermorgen, nächste Woche fange ich an. Um diesem Schweinehund zu entkommen, hält man sich am besten einen ganzen Tag fix dafür frei, kein störendes Handy, dreht dafür die Lieblingsmusik auf und startet gleich in der Früh nach seinem Lieblingsfrühstück.
Gibt es noch andere Bewohner oder Familienmitglieder im Haushalt, kann man den Entrümpelungstag als kleines „Event“ gestalten und am Abend gemeinsam die Erfolge feiern. Oft reicht nicht ein Tag. Pro Tag ein bis zwei Zimmer vornehmen, dann ist die Zeitspanne überschaubar.

Eines ist auf jeden Fall klar: Mit dem Entrümpeln schafft man nicht nur Freiraum, sondern vieles lässt sich schneller finden und spart daher in Zukunft Zeit. Zeit muss man sich jetzt nur noch nehmen – fürs Freiraum schaffen.

Unser Büro ist über die Feiertage geschlossen und wir sind ab Mittwoch, 7.1.2026 wieder für Sie da.

Bei Notfällen oder Gebrechen beachten Sie bitte den Hausaushang sowie die Service- und Notfallnummern Ihrer Gemeinde.

Wir wünschen Ihnen ein besinnliches Weihnachtsfest und alles Gute im neuen Jahr!